Zweitmeinung

In diesem Jahr kommt das „Zweitmeinungsgesetz“, das Hilfen im Sinne der Patienten ermöglichen soll.

„Bei mir wollte sich vor kurzer Zeit eine Patientin ein dritte Meinung einholen“, erinnert sich Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Helfried Waleczek. „Und das war ein Beispiel dafür, wie stark unterschiedliche Meinungen die Menschen zwar informieren aber eben auch verunsichern können.“ Diese Dame hatte ja bereits zwei andere Ärzte konsultiert. „Und nun war es so, dass sie insgesamt drei verschiedene Meinungen gehört hatte und sich überfordert sah, über das weitere medizinische Vorgehen in eigener Sache zu entscheiden.“

„Patienten haben eigentlich einen Anspruch darauf, dass sich die Ärzte untereinander einigen, welches Vorgehen das Beste ist, so wie wir das zum Beispiel bei den onkologischen Konferenzen oder bei der Schmerztherapie regelmäßig tun. Es ist für Patienten einfacher, einen unter verschiedenen Spezialisten abgestimmten Vorschlag zu bedenken“ meint Dr. Waleczek.

Für die Menschen, die eine unabhängige Beratung suchen, bietet die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung eine gute Alternative an. „Dort sitzen Kollegen mit Expertise, denen man sich mit seinen Fragen anvertrauen kann.“ Unser Service, so schreiben die Anbieter in ihrem Folder, „ist ein Beitrag der Ärzteschaft Westfalen-Lippe zur Patientensicherheit. Unsere Beratung kann einen Arztbesuch keinesfalls ersetzen, bietet Ihnen aber die Möglichkeit, sich zusätzlich zu informieren.“

Patientenberatung Ärzteschaft Westfalen-Lippe

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