Geburtsklinik

Nach der Geburt

Immer erreichbar: unsere Still-Hotline 0234 / 517-2732

Nach der Geburt sollten Sie sich Zeit und Ruhe für sich, Ihr Kind und Ihre neue Beziehung mit Kind nehmen. Wir unterstützen Sie dabei:


Stillen ist der beste Start

Die Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung perfekt auf die Bedürfnisse Ihres Babys abgestimmt. Stillen bedeutet aber mehr, als die beste und gesündeste Nahrung für Ihr Kind: Stillen setzt in einzigartiger Weise die in der Schwangerschaft begonnene Beziehung zwischen Mutter und Kind fort. Deshalb ist es ein wichtiges Ziel unseres Teams, Sie mit Ruhe, Geduld und kompetenter Hilfe beim Stillen zu unterstützen.

Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn Sie Unterstützung benötigen. Die Hebammen und Neugeborenenschwestern der Wochenbettstation stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Nach der Entlassung aus der Klinik ist das Team des Neugeborenenzimmers unter der "Still-Hotline": 0234/517-2732 zu erreichen.


Stillpositionen

Das Stillen beginnt man in einer entspannten Haltung, unterstützt von einem Stillkissen in einer ruhigen Atmosphäre. Der Mund des Kindes soll in Höhe der Brustwarze sein.

Bieten Sie die Brust mit dem C-Griff an. Ihre Brustwarze berührt dabei die Lippen des Kindes, das daraufhin den Mund weit öffnet. Führen Sie den Mund des Kindes schnell zur Brustwarze, es kann dann auch einen Teil des Warzenhofes erfassen. Wenn das Kind nur an der Brustwarze nuckelt, wird sie wund und schmerzhaft. Bei der nächsten Stillmahlzeit ist die andere Brust an der Reihe.

Finden Sie heraus, welche Stillposition für Sie die richtige ist:

  • Stillen im Liegen in Seitenlage
    Bequem und entspannt liegen Sie mit Ihrem Baby Bauch an Bauch, unterstützen seinen Rücken und positionieren den Mund des Kindes in Brustwarzenhöhe.
  • Stillen im Sitzen mit Wiegegriff
    Im Sitzen halten Sie den Mund Ihres Babys in Höhe der Brustwarze, Bauch an Bauch. Stützen Sie den haltenden Arm mit einem Stillkissen ab. Gemütlich ist auch eine Fußbank.
  • Stillen im Sitzen mit Rückengriff
    Halten Sie Ihr Baby so, dass sein Bauch an Ihrer Taille liegt und seine Beine nach hinten zeigen, sein Mund befindet sich auf Brustwarzenhöhe. Vergessen Sie Ihr Stillkissen nicht.
Nach der Geburt Nach der Geburt Nach der Geburt
SeitenlageWiegegriffRückengriff

Wenn das Kind nicht mehr richtig saugt, lösen Sie den Saugmechanismus, indem Sie Ihren kleinen Finger in seinen Mundwinkel schieben. Nur Nuckeln an der Brustwarze macht sie wund und schmerzhaft.

Um Infektionen zu vermeiden, sollten Sie vor jedem Stillen die Hände waschen. Luftige Kleidung, ein BH aus Baumwolle und Stilleinlagen aus Wolle/Seide helfen, gereizte Brustwarzen zu vermeiden. Wenn man nach jedem Stillen einen Tropfen der Milch auf den Brustwarzen trocknen lässt, gehen Reizungen schnell zurück.

Stilltreff

Der Stilltreff bietet Ihnen die Möglichkeit sich in gemütlicher Atmosphäre mit anderen Müttern auszutauschen. Eine Neugeborenenschwester gibt obendrein Tipps.

Sie heißt Sie und Ihr Baby einmal im Monat willkommen.

Der Stilltreff befindet sich im Turnstudio (Ärztehaus).

Rooming In

24 Std.-Rooming In bedeutet, dass Mutter und Kind nicht getrennt werden, sondern 24 Stunden gemeinsam verbringen. So lernen sich Mutter und Kind am schnellsten kennen und die Mutter-Kind-Beziehung kann wachsen.

Das 24 Std.-Rooming In ist die beste Voraussetzung für das Stillen, da das Stillen so nach Bedarf und jederzeit möglich ist.

Natürlich gibt es trotzdem ein Neugeborenenzimmer. Hier befinden sich die Wärmebettchen, eine Reanimationseinheit, Wickeleinheiten und eine Stillecke.

Die Neugeborenenschwestern kommen gern zur Unterstützung in Ihr Zimmer. Sie helfen Ihnen beim Anlegen, probieren mit Ihnen unterschiedliche Stillpositionen aus und zeigen Ihnen das Wickeln.

Integrierte Wochenbettvisite

Um Sie nicht laufend stören zu müssen, haben wir die Baby- und Wochenbettvisite zusammengeführt. Die tägliche Wochenbettvisite wird von einer Hebamme, einer Krankenschwester und einer Kinderkrankenschwester gemeinsam durchgeführt. So ist eine ganzheitliche Betreuung von Mutter und Kind gewährleistet.

Bei der Wochenbettvisite erfahren Sie alles, was für Sie selbst als junge Mutter in den ersten Tagen nach der Geburt wichtig ist, aber auch alles über die Ernährung und Pflege Ihres neugeborenen Kindes.

Wenn es trotz unserer Bemühungen unruhig ist (z.B. durch Besucher): sprechen Sie sich mit Ihrer Nachbarpatientin ab und äußern Sie Ihre Bedürfnisse nach Ruhe!

Das Neugeborenenzimmer

Es gibt Zeiten, in denen man sein Kind in guten Händen wissen möchte, während man sich selbst eine Ruhepause gönnt. Dann ist Ihr Kind in unserem Neugeborenenzimmer gut aufgehoben. Hier kümmern sich qualifizierte Neugeborenenschwestern um das Wohl Ihres Kindes.

Durch regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen werden neue Erkenntnisse im Umgang mit den Neugeborenen erlernt und an die Eltern weitergegeben.

Zusätzlich bieten wir Früherkennungsuntersuchungen zum Ausschluß von Schwerhörigkeit (Hör-Screening), Stoffwechselerkrankungen (Guthrie-Test) und Hüftleiden (Hüftsonografie) an.

Kinderärztliche Betreuung

Als Ansprechpartner steht uns rund um die Uhr ein Kinderarzt aus der benachbarten Kinderklinik zur Verfügung. Dieser führt täglich Visiten und die zweite Vorsorgeuntersuchung (U2) in unserem Neugeborenenzimmer durch. Er ist zudem spezialisiert in den Bereichen Neugeborenenmedizin (Neonatologie), Entwicklungsneurologie, sowie spezielle Manuelle und Osteopathische Medizin im Säuglingsalter.

Um für Ihr Baby die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, auch wenn es unter der Geburt einmal zu einer kritischen Situation kommen sollte, ziehen wir dann umgehend unseren Kinderarzt hinzu.

In seltenen Ausnahmefällen ist eine Verlegung Ihres Kindes in die Kinderklinik erforderlich. Selbstverständlich verlegen wir Sie dann mit, damit Sie mit Ihrem Kind zusammenbleiben können.

Family In

Auch nach der Geburt sind Sie als frischgebackener Vater bei uns willkommen. Gegen einen Unkostenbeitrag für Übernachtung und Frühstück können Sie, zusammen mit Ihrer Frau und Ihrem Kind, in einem Zimmer auf unserer Station übernachten.

Das "Family In" ist also ein erweitertes "Rooming In" für die ganze Familie.

Sie haben so von Anfang an die Chance, gemeinsam die Verantwortung für Ihr Kind zu übernehmen, sich an die neue Situation als Eltern-Paar zu gewöhnen und .als junge Familie so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen.

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