Brustzentrum Augusta Bochum

Mammadiagnostik

Terminvereinbarung zur Brustsprechstunde unter 0234 / 517-2740

Unser Leistungsspektrum:


Klinische Untersuchung

Im Mammadiagnostischen Institut (MDI) des Brustzentrums Augusta Bochum hat die Früherkennung von Brusterkrankungen oberste Priorität.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, jeden unklaren Tastbefund in der Brust, jeden unklaren Mammografie- oder Ultraschallbefund eindeutig zu klären.

Nicht immer ist die klinische Tastuntersuchung eindeutig, steht aber immer am Anfang einer Abklärungsuntersuchung.

Hochauflösender Ultraschall / Sonografisch gezielte Jet-Biopsie

Das Mammadiagnostische Institut ist mit zwei hochauflösenden Ultraschall-Geräten zur Brustdiagnostik ausgestattet.

Wenn erforderlich kann aus dem Ultraschallbefund sonografisch gezielt eine Gewebeprobe nach vorheriger Betäubung mit einer Stanznadel entnommen werden (sonografisch gezielte Jet-Biopsie). Hiermit können wir in vielen Situationen eine offene Biopsie in Narkose vermeiden.

Das erspart im Falle der Gutartigkeit einen operativen Eingriff. Im Falle der Bösartigkeit kann an den gewonnenen Gewebeproben die Tumorbiologie analysiert werden und die notwendigen Schritte mit Ihnen besprochen werden.

Lokale Betäubung Stanznadel im Befund Positionierung der Stanznadel

Digitale Mammografie und mammografisch gesteuerte Vakuumbiopsie

Manche Befunde wie z.B. Mikroverkalkungen sind nicht im Brustultraschall, sondern nur mammografisch erkennbar. Durch die Digitalisierung wurde die Qualität der Mammografie erheblich optimiert. An Befundungsmonitoren können die radiologischen Senologen auch kleinste Veränderungen vergößern und genauestens beurteilen.

Wird ein Befund als auffällig eingestuft, kann er minimalinvasiv durch die mammografisch gesteuerte Vakuumbiopsie abgeklärt werden. Hierbei wird der Befund mit dem Computer exakt lokalisiert. Nach lokaler Betäubung wird dann das Gewebe genau an dieser Stelle mit einer speziell entwickelten Vakuumbiopsienadel abgesaugt.

Mammografie mit Mikrokalk Präparateradiografie
   
Objektträger mit Präparaten Histologie: Ductales Carcinoma in situ

MR-Mammografie (Kernspin)

Ergänzend zur Mammografie und zum Brustultraschall kann eine Kernspin-Mammografie sinnvoll sein.

Sie wird vor allem zur Differenzierung zwischen einer Narbe und einem Rezidiv nach erfolgter Brustkrebsoperation oder zur Identifizierung weiterer Tumorherde bei schon histologisch gesichertem Brustkrebs eingesetzt.

Als Standardverfahren in der Routinediagnostik ist sie nicht geeignet, da viele Befunde als falsch bösartig interpretiert werden. Vorstufen dagegen erkennt die Kernspin-Mammografie nur selten eindeutig.

Interdisziplinäre Diagnostik-Konferenz

Während der wöchentlich stattfindenden Diagnostik-Konferenz werden alle Fälle, die einer minimalinvasiven Klärung bedurften, noch einmal dahingehend überprüft, ob der verdächtige Befund auch wirklich eindeutig geklärt werden konnte (Überprüfung der histopathologischen Korrelation).

Abhängig von der Diagnose wird das weitere Vorgehen vom Expertenteam festgelegt. Bei eindeutig gutartigen Befunden wird das Kontrollintervall festgelegt und bei eindeutig bösartigen Befunden die Art des weiteren Vorgehens. Manchmal werden Zusatzuntersuchungen, z.B. eine Kernspinmammografie, indiziert.

Diagnosegespräch

Zum Glück können wir die meisten der uns zugewiesenen Patientinnen nach der Diagnostik-Konferenz beruhigen und sie zur Routine-Vorsorge zu den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen rücküberweisen.

Liegt ein bösartiger Befund vor, gehen wir im Diagnosegespräch auf die vielen Fragen ein, die jetzt im Vorfeld einer Operation geklärt werden müssen.

Prinzipiell gelangen Tumorzellen des Brusttumors schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt über Lymphbahnen und Blutgefäße in den Körper. Deswegen ist es wichtig, die Brustkrebserkrankung nicht als eine lokale Erkrankung der Brust, sondern als Erkrankung des gesamten Körpersystems zu behandeln.

Anhand der tumorbiologischen Faktoren, die der Pathologe aus den entnommenen Gewebeproben analysiert, kann eingeschätzt werden, ob es sich um einen Brustkrebs mit voraussichtlich guter Prognose handelt oder ob zu erwarten ist, dass die Tumorzellen sich im Körper schnell ausbreiten und sich eine Metastasierung anbahnt. Dann nämlich sollte eine zielgerichtete systemische Therapie (z.B. neoadjuvante Chemotherapie) der lokalen Therapie (Operation) vorgeschaltet werden.

Natürlich werden auch die Tumorzellen des Brusttumors durch eine systemische Therapie angegriffen, sodass er kleiner wird. Wenn dem so ist, kann man rückschließen, dass die verabreichten Medikamente wirksam sind, anderenfalls müssen sie umgestellt werden.

Staging-Untersuchungen

Um auszuschließen, dass die Brustkrebserkrankung andere Organe betrifft, veranlassen wir vorstationär abhängig von der Größe und den Eigenschaften des Tumors sogenannte Staging-Untersuchungen. Sie betreffen das Skelettsystem (Knochenszintigrafie), die Leber (Ultraschalluntersuchung) und die Lunge (Röntgenuntersuchung).

Bei unklaren Ergebnissen, die sehr häufig auf degenerative Veränderungen zurückzuführen sind, werden ergänzend konventionelle Röntgenaufnahmen zum sicheren Ausschluß von Metastasen angefertigt.

Zweitmeinungs-Sprechstunde

Wenn Sie eine zweite Meinung zu einer Therapie-Empfehlung einholen möchten, können Sie gern einen Termin dazu vereinbaren.

Bitte bringen Sie die schon angefertigten Bilder auf CD mit, damit wir keine unnötigen Untersuchungen durchführen müssen. In der Regel müssen wir aber eine Tastuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung wiederholen, um uns eine differenzierte Meinung zu bilden.

Zusammenarbeit mit dem Mammografie-Screening

Zwischen 50 und 70 Jahren ist das Risiko an Brustkrebs zu erkranken am höchsten. Deswegen werden alle Frauen diesen Alters alle 2 Jahre zum Mammografie-Screening eingeladen.

Alle im Mammografie-Screening diagnostizierten krankhaften Befunde werden ebenfalls interdisziplinär besprochen und auf die histopathologische Korrelation hin überprüft.

Weil man nicht möchte, dass die eigentlich gesunden Frauen mit betroffenen Frauen aufeinander treffen, hat man sich dazu entschieden, das Mammografie-Screening grundsätzlich an einem anderen Ort als dem Brustzentrum vorzunehmen. Alle im Mammografie-Screening diagnostizierten krankhaften Befunde werden in der Screening-Konferenz vorgestellt und auf die histopathologische Korrelation hin überprüft.

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