Geburtsklinik

Unter der Geburt

Immer erreichbar: unser Kreißsaaltelefon 0234 / 517-2711

Haben Sie keine Angst vor der Entbindung! Wir sind für Sie da:

Die natürliche Geburt steht im Zentrum unseres Handelns. Dennoch steht für den Notfall in kritischen Situationen unter der Geburt im Hintergrund ein komplettes

  • 24h Kreißsaalteam (geburtshilflicher Oberarzt/ärztin, Assistenzarzt/ärztin, zwei Hebammen, eine Kinderkrankenschwester, ein Narkoseteam, ein Pädiater aus dem benachbarten Perinatalzentrum) bereit.
  • Ein Kinderarzt der Kinderklinik betreut Ihr Kind gemeinsam mit den Schwestern des Neugeborenenzimmers während der ersten Lebenstage.
  • Wenn in seltenen Ausnahmefällen eine Verlegung Ihres Kindes in die Kinderklinik erforderlich ist, verlegen wir Sie selbstverständllich mit.

Akupunktur unter der Geburt

Die Akupunktur ist ein Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin. Bei der Akupunktur werden durch sehr feine Metallnadeln an genau definierten Punkten an der Körperoberfläche Reize gesetzt, die die Energieflüsse im Körper beeinflussen.

Wie die Homöopathie ist auch die Akupunktur ein ganzheitliches Therapieverfahren, das nicht ein einzelnes Symptom behandelt, sondern auf den gesamten Organismus wirkt und dazu dient ein gestörtes inneres Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Akupunktur hat sich besonders zur Geburtsvorbereitung und bei der Behandlung von Beschwerden im Wochenbett bewährt.

Homöopathie

Der Begriff Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann (1755-1843) geprägt, der dieses Therapieverfahren entwickelt hat. Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die durch Unterstützung der Selbstheilungskräfte die Gesundheit fördert bzw. wieder herstellt. Homöopathische Arzneimittel werden in stark verdünnter Form eingesetzt.

Viele homöopathische Arzneimittel sind zur Behandlung von Schwangeren, Säuglingen und kleinen Kindern geeignet. Sie haben sich zur Geburtsvorbereitung, als unterstützende Behandlung unter der Geburt und im Wochenbett bewährt. Homöopathische Heilmittel können als Tabletten, Tropfen, Globuli (= Kügelchen), Zäpfchen oder Injektionen verabreicht werden.

Aromatherapie

Aromaöle werden auch ätherische Öle oder Essenzen genannt. Sie werden durch Destillation aus Pflanzen gewonnen. Die Aromatherapie nutzt die vielfältigen Heilkräfte dieser duftenden Öle. Düfte wirken direkt auf die menschliche Psyche und beeinflussen körperliche Vorgänge. Aromaöle werden in Duftlampen, als Badezusätze und für Massagen und Einreibungen verwendet. Bei Bädern, Massagen und Einreibungen werden die Aromaöle sowohl von der Haut als auch vom Geruchssinn aufgenommen.

Manche Aromaöle wirken entspannend und krampflösend, andere zum Beispiel anregend und wehenfördernd, so dass die Aromatherapie eine hervorragende Methode zur Geburtserleichterung darstellt.

Erfahrungen mit allen Geburtspositionen

Unter der Geburt muss sich der Gebärmuttermund öffnen und das Kind muss seinen Weg durch den Geburtskanal finden. Dies kann durch Bewegung und durch unterschiedliche Geburtspositionen erleichtert und gefördert werden. Außerdem ist es für Sie als Gebärende wichtig, eine Geburtsposition zu finden, in der Sie sich so wohl wie möglich fühlen.

Wir bieten Ihnen dazu mehrere Möglichkeiten: Das Entbindungsbett (hier sind zum Beispiel Seitenlage, halb-sitzende Position und Vierfüßlerstand möglich), den Geburtshocker, die Entbindungswanne und für die Eröffnungsperiode Gymnastikbälle. Bei Wohlergehen von Mutter und Kind sind alle Geburtspositionen jederzeit möglich.

Wassergeburt

In unserem Kreißsaal befindet sich eine spezielle Wanne für Wassergeburten. Für das Neugeborene, das sich auch im Mutterleib im Wasser (im Fruchtwasser) befunden hat, stellt die Wassergeburt einen sanften Übergang in eine neue Welt dar.

Die werdende Mutter profitiert bei der Wassergeburt von der angenehmen, entspannenden Wirkung des warmen Wassers, so dass viele Frauen die Wehenschmerzen weniger stark erleben und Geburtsverletzungen seltener auftreten. Die Bewegungsfreiheit in der Entbindungswanne ermöglich eine aktive Teilnahme der werdenden Mutter an der Geburt ihres Kindes.

Periduralanästhesie

Bei der Periduralanästhesie wird nach örtlicher Betäubung ein millimeterdünner Kunststoffschlauch (Periduralkatheter) in den Raum über der harten Rückenmarkshaut (Periduralraum) eingeführt. Die Anlage des Periduralkatheters erfolgt im Lendenwirbelbereich. Über den Katheter können dann wiederholt oder fortlaufend örtliche Betäubungsmittel und Schmerzmittel gegeben werden. Dadurch wird der Wehenschmerz deutlich gelindert und die Entspannung gefördert.

Beckenbodenschonende Geburt und Verzicht auf Dammschnitte

Auch Ihr körperliches Wohlbefinden nach der Geburt ist uns wichtig. Wir bemühen uns deshalb um eine möglichst beckenbodenschonende Geburt. Dazu gehört zum Beispiel durch die richtige Anleitung unter der Geburt zu frühes Pressen zu vermeiden und Dammschnitte nur bei medizinischer Notwendigkeit durchzuführen. Ganz wichtig sind die Anleitung zum richtigen Atmen unter der Geburt und im Wochenbett und Tipps für eine sanfte Rückbildung.

Bonding

Bonding bedeutet Mutter-Kind-Bindung. Damit sich die in der Schwangerschaft begonnene, intensive Mutter-Kind-Beziehung fortsetzen kann, ist es wichtig, dass Mutter und Kind nicht direkt nach der Geburt getrennt werden, sondern Ruhe und Zeit haben ganz eng beieinander zu sein und sich aneinander und an die neue Situation zu gewöhnen.

Wir bemühen uns, die medizinischen Maßnahmen in der ersten Stunde nach der Geburt auf die dringend notwendigen zu beschränken und Ihnen diese Ruhe und Zeit zu geben. Wenn das Baby schon im Kreißsaal zum ersten Mal an die Brust angelegt wird, ist dies der beste Anfang fürs Stillen.

„Sanfter“ Kaiserschnitt, Bonding im OP

In manchen Fällen muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Hierfür steht rund um die Uhr ein Team zur Verfügung. Auch ein neonatologisch versierter Kinderarzt kann jederzeit schnell aus dem benachbarten Perinatalzentrum hinzugezogen werden.

Der Kaiserschnitt wird bei uns so schonend wie möglich als so genannter „sanfter“ Kaiserschnitt durchgeführt. Durch Dehnung des Gewebes und den Verzicht auf unnötiges Schneiden kommt es zu einer schnelleren Heilung und es treten weniger Beschwerden nach der Operation auf.

Da die werdende Mutter in der Regel über eine Regionalanästhesie betäubt ist und den Kaiserschnitt wach miterlebt, darf das Baby im Anschluss sofort zum Kuscheln auf die Brust der Mutter. Eine Trennung von Mutter und Kind ist in der Regel nicht notwendig. Die ersten innigen Blicke und der unvergleichliche Geruch gehören den Eltern.

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